Was ist Stottern?

Wie äußert sich das Stottern?

Stottern äussert sich in wahrnehmbaren Unterbrechungen des Redeflusses. Diese Unterbrechungen (Wiederholungen oder Langziehen von Wörtern/Silben oder Blockierung des Sprechens) können in unterschiedlich starkem Masse auftreten. Ausserdem kann Stottern mit Verkrampfungen der Sprech-, Atem- und Gesichtsmuskulatur verbunden sein.

Der unsichtbare Teil des Stotterns beeinträchtigt den Stotternden jedoch oftmals viel mehr. Stottern kann zu Minderwertigkeitsgefühlen bis hin zu Selbsthass führen und den Stotternden in eine soziale Isolation drängen.

An der Entstehung und Aufrechterhaltung des Stotterns sind immer mehrere Faktoren beteiligt, wie zum Beispiel Stress, Angst und/oder Leistungsdruck. Stottern ist in verschiedenen Situationen unterschiedlich stark ausgeprägt. Die Störung tritt so individuell in Erscheinung wie kein Mensch einem anderen gleicht. Auch kennt jeder Stotterer Situationen, in denen er sich flüssig äussern kann, wohingegen ihm das Sprechen in anderen Situationen grösste Mühe bereitet.

Die meisten Stotterer haben im Laufe ihres Lebens negative Erfahrungen (Ablehnung, Spott, Versagensängste und Mitleid) machen müssen. Viele dieser Menschen fühlen sich ihrem Stottern hilflos ausgeliefert und ziehen sich zurück.